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TERMINATOR - DIE ERLÖSUNG
Terminator Salvation (2009)

Herstellungsland: USA, Deutschland, Großbritannien
Genre:
Science-Fiction
Laufzeit:
115 Minuten
FSK:
ab 16 Jahren
Verleih: Sony
Kinostart (D): 04.06.2009
Kinostart (USA):
21.05.2009
Blu-ray Verkauf (D):
08.10.2009
DVD Verkauf (D):
08.10.2009

Regie: McG
Drehbuch:
John D. Brancato, Michael Ferris
Kamera: Shane Hurlbut

Darsteller: Christian Bale, Sam Worthington, Anton Yelchin, Bryce Dallas Howard, Moon Bloodgod, Helena Bonham Carter, Jadagrace, Michael Ironside ...
Musik: Danny Elfman

 
Trailer zur Verfügung gestellt von filmtrailer.com
 
 

Wir schreiben das Jahr 2018. Die Hälfte der Menschheit wurde bei einem nuklearen Angriff, ausgeführt vom intelligenten Computersystem Skynet, vernichtet. Die letzten Überlebenden befinden sich nun im Krieg mit den Maschinen. John Connor (Christian Bale), der schon als Kind von einem Terminator gejagt wurde, führt einen Teil dieser Widerstandsbewegung an. Als er erfährt, dass Kyle Reese (Anton Yelchin) von den Maschinen entführt wurde, steht sein Schicksal und das der gesamten Menschheit auf dem Spiel. Schließlich soll Kyle in einigen Jahren in die Vergangenheit geschickt werden um Johns Mutter Sarah Connor zu beschützen. Die einzige Hoffnung, die John hat, ist ein mysteriöser Fremder namens Marcus Wright (Sam Worthington), der 2003 hingerichtet wurde und seinen Körper wissenschaftlichen Experimenten überließ ...

 
     
 

KRITIK: 1984 inszenierte der noch unbekannte Regisseur James Cameron mit einem geringen Budget ein düsteres Science Fiction-Meisterwerk, das Filmgeschichte schreiben und Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger in die erste Liga der Action Helden katapultieren sollte: „Terminator“! Getoppt wurde die Begeisterung nur noch von der aufwendigen, mit vier Oscars prämierten Fortsetzung „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“. Danach war Schluss. James Cameron sah die Story, trotz eines etwas unlogischem Ende, abgeschlossen und hatte kein Interesse an einem weiteren Teil. Arnold Schwarzenegger allerdings schon und so kam mit „Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“ 2003 der erste Terminator Film ohne James Camerons Beteiligung in die Kinos und bot, ohne allerdings mit den Vorgängern mithalten zu können, unterhaltsame Action mit viel Selbstironie. Arnie ist inzwischen zwar als Gouverneur schwer beschäftigt, doch die Produzenten hinderte es nicht daran einen weiteren Teil der Reihe zu drehen. Der mit Spannung erwartete „Terminator – Die Erlösung“ läuft nun in den Kinos und erzählt zum ersten Mal von der Zeit nach dem Tag des jüngsten Gerichts.

Im Vorfeld gab es großen Unmut darüber, dass ausgerechnet McG, der Regisseur der „3 Engel für Charlie“-Filme, die Verantwortung für den vierten Teil bekam. Aber dies sollte nicht das einzige Problem sein. Christian Bale beschwerte sich über seine geringe Anzahl an Szenen und die Fans zeigten sich enttäuscht über das Ende des Originaldrehbuchs, weswegen es mehrfach umgeschrieben wurde, u.a. von Jonathan Nolan. Auch die Produzenten mussten sich wie so oft einmischen, da ihnen der vierte Teil für einen Sommer-Blockbuster zu düster und brutal zu werden drohte. Zu viele Köche verderben den Brei und daher ist das Endresultat leider etwas ernüchternd ausgefallen und der Film schafft es nicht, in derselben Qualitätsliga der Vorgänger zu spielen. Logiklöcher, unausgefeilte Charaktere, teilweise dämliche Dialoge und ein undurchdachtes Ende hinterlassen einen enttäuschenden Gesamteindruck. Die weltweit vernichtenden Kritiken sind aber dennoch keinesfalls gerechtfertigt. Bei allen Schwächen die der neueste Teil leider zu bieten hat, gibt es aber auch jede Menge warum sich ein Kinobesuch auf jeden Fall lohnt.

Rein atmosphärisch gibt es absolut nichts zu bemängeln. Das düstere Endzeitszenario ist zu jeder Zeit stimmig, die Effekte sind auf höchstem Niveau und die Action ist aufwendig in Szene gesetzt. Die ersten Minuten nach der Einführung reißen den Zuschauer direkt mit und wenn kurz darauf der T-800 seinen ersten, fulminanten Auftritt hat, schlägt das Terminator-Fanherz höher. Auch die Schauspieler können überzeugen. Christian Bale hat schon lange bewiesen, dass er ein hervorragender Schauspieler ist und die Legende John Connor meistert er ohne Probleme. Der Rest des Casts, bestehend u.a. aus Sam Worthington, Bryce Dallas Howard und Helena Bonham Carter, braucht sich aber keineswegs davor verstecken, auch wenn ihre Charaktere etwas zu oberflächlich gezeichnet wurden. Das größte Highlight für die Fans ist aber ohne Zweifel der Auftritt des einzig wahren Terminators Arnold Schwarzenegger bzw. seiner digitalen Kopie.

Auch wenn Action und Effekte auf hohem Niveau sind, kann man die inhaltlichen Schwächen leider nicht ausklammern. Gab es auch bei James Camerons Filmen schon jede Menge Schauwerte zu bestaunen, boten seine Filme aber auch gleichzeitig eine intelligente Geschichte und eine durchdachte Charakterzeichnung. Das lässt „Terminator – Die Erlösung“ leider vermissen, so dass man den Unmut einiger Fans durchaus nachvollziehen kann. Bleibt zu hoffen, dass man sich beim nächsten Teil wieder mehr Mühe bei den inhaltlichen Aspekten gibt.

(Sebastian Wotschke)

 

FAZIT: Endlich ist es so weit, der neue Terminator läuft in den Kinos. Rasante Action, spektakuläre Effekte und eine größtenteils düstere Atmosphäre sorgen für spannendes Popcorn-Kino. Für mehr allerdings auch nicht! Die Charaktere bleiben blass, die Story bietet jede Menge Logiklöcher und das Ende wirkt albern. Mit den vorherigen Terminator-Filmen kann der neueste Streich daher leider nicht mithalten, bietet aber immer noch genug für einen gelungenen Kinoabend!

 Diese Kritik erschien zuerst auf celluloid-dreams.de
 Fotos: Copyright © Sony Pictures


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