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KRITIK: Wie schon in den Trailern zu erkennen war, ist „Shopaholic“ ein klischeehafter Film. Mode, Schönheit, Geld und Einfluss spielen eine entscheidende Rolle. Doch das ist nicht alles: „Shopaholic“ ist eine witzige Satire, die Klischees liebenswürdig „auf die Schippe nimmt“.
Die Hauptfigur Rebecca Bloomwood darf ungerechterweise nicht in der Glamourwelt, die sie so vergöttert, mitmischen. Um genau zu sein, muss sie sich ohne Geld und mit hohen Schulden in der internationalen Finanzwelt zurechtfinden und für ein Finanzmagazin Kolumnen schreiben. Wie es dazu kam? Bei „Ellette“ (einem berühmten Mode-Magazin) durfte sich Rebecca nicht vorstellen, doch zufällig fand in der Verlagsgruppe ein anderes Vorstellungsgespräch statt: bei einem Finanzmagazin.
Nach anfänglicher Ablehnung und der Verwechslung von Beschwerdeschreiben und Probeartikel an die beiden Magazine, bekommt Rebecca einen Job – ausgerechnet als shoppingsüchtiges, verschuldetes Glamourgirl bei einem Finanzmagazin! Und dann soll sie auch noch Schuldnern Ratschläge geben!
Ich muss gestehen, dass ich von dem Film überrascht – positiv überrascht – bin. Mit witzigen Dialogen und wirklich gut platzierten Gags fesselt „Shopaholic“ den Zuschauer und sorgt für viele Lacher. Die Story ist vorhersehbar, aber dieses Defizit wird von der Komik und den Darstellern eindeutig wett gemacht! Jeder vorhergesehene Schritt ist mit mindestens einer Pointe gespickt, die den Zuschauer bald vergessen lässt, dass er die Handlung schon im Vorhinein durchschaut hatte. Auch der Mimik und Gestik von Isla Fisher ist die positive Wirkung des Filmes zu verdanken. Diese sorgt den gesamten Film über für immer neue Auslöser zu Lachanfällen.
Besonders die weiblichen Zuschauer fiebern bei der Liebesgeschichte zwischen der attraktiven, modebewussten Becky und ihrem intelligenten, nicht so modebewussten Chefredakteur Luke Brandon (Hugh Dancy) mit. Besonders viele Ohs und Ahs gingen durch den Kinosaal, als Luke Becky von einer anderen Frau erzählt: „Sie ist nicht meine Freundin – sie ist nicht wie du“. Purer Schleim, aber wir Frauen lieben so etwas bekanntlich ja. ;)
Aber was außer Witz und Lovestory macht „Shopaholic“ aus?
Es sind – wie schon erwähnt – die Schauspieler. Nicht nur die Hauptdarsteller gehen großartig in ihren Rollen auf, nein, auch andere Darsteller sorgen für den Erfolg des Filmes. So möchte ich stellvertretend den Emmy-Gewinner John Goodman nennen, der Rebeccas Vater spielt und den die meisten schon aus „Roseanne“ kennen.
Auch die richtige Portion Ironie und gesellschaftliche Kritik sind wichtige Punkte, die den Film zu dem machen, was er ist.
Übrigens ist „Shopaholic“ eine Literatur-Verfilmung: Die Vorlage für den Kinofilm bilden die ersten beiden Bücher der Bestsellerreihe „Die Schnäppchenjägerin“ von Sophie Kinsella.
Nun noch einige Anmerkungen zur DVD:
Ich konnte nicht widerstehen, mir die DVD einmal und noch einmal und noch einmal anzuschauen, als ich den Film endlich zu meinem ganz persönlichen Home Entertainment zählen durfte. Man wird des speziellen Humors und Charmes der Schauspieler einfach nie überdrüssig! Außerdem bietet die DVD sehr amüsantes Bonusmaterial aus zusätzlichen Szenen und Drehpannen – unbedingt sehenswert! Wer sich besonders für Musik interessiert, kommt auch auf seine Kosten: Unter den Extras ist nämlich ein Musikvideo von Shontelle und Akon.
Wer ein wenig im Englischen bewandert ist, sollte sich die Originalversion anschauen – was bei Komödien eigentlich meistens ratsam ist, da sonst die vielen „Ausgangs-Gags“ verloren gehen. Die Dialoge sind selbst für „nichteingefleischte Englisch-Hörer“ gut verständlich und die Bilder sprechen ohnehin meistens für sich! ;)
(Kathi Rubel)
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