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KRITIK: „Von den Machern von 'Die Simpsons'“ heißt es großspurig auf dem Cover. Doch so ganz der Wahrheit entspricht dies nur zum Teil, denn die Produktionsfirma „Klasky Csupo“ des Regisseurs Gabor Csupo war einst für die Umsetzung der ersten drei Staffeln verantwortlich. Die wahren geistigen Ergüsse, die auf das Konto Csupos gehen, sind so bekannte Nickelodeon-Serien wie „Aaahh!!! Monster“ und „Rugrats“, oder weniger bekannte Insider-Tipps à la „Duckman“.
Nun behandelt Csupo, der mit „Brücke nach Terabithia“ 2007 sein Spielfilmdebut gab, das Thema Immigration in Amerika. Bei „Immigrants – L.A. Dolce Vita“ handelt es sich aber in dem Sinne gar nicht um einen richtigen Film, sondern viel mehr um einen Zusammenschnitt. Zunächst war „L.A. Dolce Vita“ nämlich als weitere Serie geplant, doch da „Immigrants“ wegen mangelndem Interesse mehrere Jahre vor sich hin vegetierte, hat man die bis dato produzierten Folgen einfach zu einem Spielfilm zusammengeschnitten. Leider ist dies dem Streifen auch schnell anzumerken. Ein roter Faden lässt sich schwer erkennen, viel mehr stolpern die Hauptcharaktere fasst völlig zusammenhanglos von einer verrückten Geschichte in die nächste. Viele der Figuren werden nur oberflächlich eingeführt, was auch darauf hinweist, dass es sich eigentlich um ein unvollendetes Projekt handelt.
Man wünscht sich fast, dass der Film erfolgreich wird und man vielleicht auf die Idee kommt, doch noch eine Serie daraus zu entwickeln. Die Geschichte um die Immigranten hat nämlich durchaus Potenzial und bietet ein paar satirische Spitzen, die zwar nicht das Kaliber von Serien wie „South Park“ erreichen, aber dennoch zu unterhalten wissen. Zwar zündet definitiv nicht jeder Gag und manche Albernheiten hätte man sich auch gleich ganz sparen können, doch Fans derberer Cartoons können mit dieser kurzweiligen Unterhaltung nichts falsch machen.
Die Originalfassung hat zudem ein paar prominente Sprecher anzubieten, die vor allem Simpsons Fans ein Begriff sein dürften: Die Stimme von Joska übernimmt Comedian Hank Azaria („Year One – Aller Anfang ist schwer“, „Nachts im Museum 2“), der in Springfield unter anderem Chief Wiggum und Barkeeper Moe Szyslak seine Stimme leiht und Mr. Csapo spricht niemand anderes als „Homer Simpson“-Sprecher Dan Castellaneta („Superhero Movie“, „Das Streben nach Glück“). Aber auch in der deutschen Fassung wissen die Sprecher zu begeistern und geben jeder Figur ihren ganz individuellen Akzent.
Die DVD hingegen ist leider eine kleine Enttäuschung. Auch wenn die Bild- und Tonqualität mehr als in Ordnung geht, sind die Extras alles andere als zufriedenstellend. Eine Bildergalerie sowie ein kurzes Musikvideo, welches noch nicht einmal in Vollbild vorliegt, ist alles, was einem nach Sichtung des Hauptfilms übrigbleibt. Nicht einmal ein Trailer hat es auf den Silberling geschafft. Das geht besser!
(Sebastian Wotschke)
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