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HORSEMEN
Horsemen (2009)
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Herstellungsland:
USA/Kanada
Genre: Psycho-Thriller
Laufzeit: 90 Minuten
FSK: keine Jugendfreigabe
Verleih: Concorde
Kinostart (D): 27.08.2009
Kinostart (USA): 06.03.2009
Blu-ray Verkauf (D): -
DVD Verkauf (D): -
Regie: Jonas Åkerlund
Drehbuch: Dave Callaham
Kamera: Eric Broms |
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Darsteller:
Dennis Quaid, Zhang Ziyi, Lou Taylor Pucci, Clifton Collins Jr., Barry Shabaka Henley, Patrick Fugit, Eric Balfour, Paul Dooley, Peter Stormare, Liam James ...
Musik: Jan A.P. Kaczmarek

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Polizist Aidan Breslin (Dennis Quaid) jagt eine Gruppe von Serienkillern, die nach Motiven der vier apokalyptischen Reiter mordet. Dabei arbeitet er so akribisch an dem Fall, dass er seine beide Söhne Alex (Lou Taylor Pucci) und Sean (Liam James), die nachdem Krebstod der Mutter auf sich allein gestellt sind, völlig vernachlässigt. Doch je mehr er die wahren Motiven der Mordserie erkennt, desto deutlicher wird ihm bewusst, dass es kein Zufall war, dass ausgerechnet ihm der Fall zugewiesen wurde ... |
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KRITIK: Filme über psychopathische Serienkiller sind seit Anfang der 90er Jahre aus dem Thriller-Genre nicht nur wegzudenken. Die Vorreiter „Schweigen der Lämmer“ und „Sieben“ sind inzwischen Klassiker und haben mit ihren schonungslosen Darstellungen nachkommende Filme wie den ersten „Saw-“Teil beeinflusst. Auch „Horsemen“ versucht in dieselbe Kerbe zu schlagen und sich mit seinen großen Vorbildern zu messen, doch mehr als ein guter Thriller, der wohl kaum einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen dürfte, ist nicht daraus geworden. Produziert wurde das Ganze von Michael Bays („Transformers – Die Rache“) Produktionsfirma Platinum Dunes (u.a. „The Unborn“ und „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“) und lag knapp zwei Jahre in den Archiven, bis man den Film endlich im Kino veröffentlichte.
Dass Regisseur Jonas Åkerlund („Spun“), vornehmlich Regisseur für Musikvideos, sich an David Finchers Stil orientiert, ist jederzeit deutlich zu erkennen und die schnellen Schnitte bei den explizit dargestellten Mordopfern erinnern an die „Saw“ Reihe. „Horsemen“ fehlt es an Eigenständigkeit, nicht nur bei der Inszenierung. Auch inhaltlich hat man sich schon in unzähligen Filmen an der christlichen Mythologie als Grund für die Morde bedient, und hier dient dieses Motiv sowieso nur als Aufhänger, bei dem ein schlüssiger Zusammenhang zu der Aufklärung am Ende kaum auszumachen ist. Die dramatischen Elemente des Vaters, der seine Söhne im Stich lässt, kommen einem auch nur allzu bekannt vor, wenn beispielsweise vergessen wird den Sohn von der Schule abzuholen, oder noch kurz vor einem gemeinsamen Ausflug, der Vater zu einem weiteren Tatort gerufen wird.
Nichtsdestotrotz hat der Film auch einige Lichtblicke zu verzeichnen. Wenn auch nicht originell, so sind die die farblich kühlen Bilder und die beklemmende Stimmung durchweg atmosphärisch und der Film schafft es von Anfang bis Ende spannend zu bleiben. Einige wirklich schön schaurige Momente, wie der Plot-Twist in der Mitte des Films, lassen es einem Kalt den Rücken runterlaufen und auch die Wendung am Ende, die zwar dem aufmerksamen Zuschauer schon vorher klar werden dürfte, fügt sich clever in die Handlung ein und weiß zu gefallen. Die Gewaltdarstellungen sind nicht plakativ und ergänzen die bedrückende Atmosphäre, ohne dabei zu einem Selbstzweck wie in den späteren „Saw“-Filmen zu verkommen.
Ähnlich wie bei dem eigentlichen Film gibt es auch schauspielerisch Licht- und Schattenseiten. Dennis Quaid („G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra“, „Frequency“) spielt den innerlich zerrissenen Cop insgesamt sehr überzeugend und reißt den Zuschauer in einigen Szenen mit. Auch die noch jungen Darsteller Lou Taylor Pucci („Fast Food Nation“, „Fanboys“) und Liam James („Der Glücksbringer“ „Die Gebrüder Weihnachtsmann“) wissen in Anbetracht ihres jungen Alters zu begeistern. Anders sieht es hingegen bei Zhang Ziyi („Die Geisha“, „The Banquet“) aus, die Aidens Gegenspielerin verkörpert. Ihr ach so furchteinflößendes und psychopathisches Spiel wirkt eher albern und unglaubwürdig. Auch wenn die Rolle selbst schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen ist, hätte man sie trotzdem besser besetzen. Einen weiteren bekannten Darsteller hat „Horsemen“ mit Peter Stormare („Brothers Grimm“, „Fargo“) zu verzeichnen, der aber leider nur in zwei kurzen Szenen verheizt wird.
(Sebastian Wotschke)
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FAZIT: Mit „Horsemen“ ist Jonas Åkerlund ein durchweg spannender und düsterer Psycho-Thriller gelungen, der leider an einer viel zu konventionellen Inszenierung krankt und keinerlei Originalität besitzt. Ein Film mit Höhen und Tiefen, der zumindestens Fans des Genres einen vergnüglichen Abend bescheren sollte. |
Fotos: Copyright © Concorde
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