Megan (Shoshana Bush) gibt ihren Traum vom Tanzen auf, als ihre Mutter während eines Vortanztermins tödlich verunglückt. Sie zieht zu ihrem durchgeknallten Vater (Chris Elliot) in die Stadt und besucht von nun an die Musical High. Dort lernt sie den Kleinkriminellen Thomas (Damon Wayans Jr.) kennen, der in einer Street-Dance-Gang tanzt. Die beiden kommen sich immer näher, und schon bald findet sie auch wieder Gefallen am Tanzen ...
KRITIK: Es gibt so Filme, die eignen sich wunderbar um sie sich nach einem stressigen Tag auf der Arbeit, an der Schule oder sonst wo anzusehen. Hirnlose Filme, ohne Handlung, bei denen man einfach nur abschalten und das Gehirn vorübergehend auf „Aus“ stellen kann. „Dance Flick – Der allerletzte Tanzfilm“ (das Wort „allerletzte“ trifft es recht gut) ist selbst dafür nur bedingt geeignet. Der Film zieht das in letzter Zeit wieder angesagte Tanz- und Musicalgenre durch den Kakao, parodiert dabei vor allem „Save the Last Dance“ , „High School Musical“ oder „Stomp the Yard“, nimmt aber auch andere aktuelle Filme wie „Twilight – Biss zum Morgengrauen“ auf die Schippe. Dass das Niveau der Gags dabei so niedrig ist, dass es bequem unter einem Teppich laufen könnte, dürfte nur die Wenigen überraschen.
Der inzwischen unüberschaubare Clan der Wayans kennt sich auf dem Gebiet der Parodien ja schon bestens aus. Was aber bei den ersten beiden „Scary Movie“-Teilen noch recht gut funktionierte, nutzt sich nun bei „Dance Flick – Der allerletzte Tanzfilm“ völlig ab. Die Witze sind einfallslos, altbacken oder einfach nur vollkommen humorfrei. Dabei dürfte zumindestens die erste Hälfte für Spoof-Fans noch recht gut funktionieren, da tatsächlich der ein oder andere Einfall immerhin zum Schmunzeln anregt. Spätestens ab der zweiten Hälfte ist aber das ohnehin nur gering vorhandene Pulver dann endgültig verschossen und selbst „Scary Movie“-Gegner dürften erstaunt sein, wie lustlos teilweise die Szenen heruntergespielt werden. Dass der Film keine Handlung hat, bzw. bekannte Handlungen kopiert, ist dabei völlig irrelevant, schließlich erwartet man von einer Parodie nichts anderes. Was man aber erwartet, sind einfallsreiche Gags, die das Genre, welches der Film parodiert, bitterböse durch den Kakao ziehen, doch leider scheinen die Wayans selber kaum Interesse an Tanzfilmen zu haben. Dies scheint zumindestens der plausibelste Grund dafür, warum nur ein geringer Bruchteil der Gags funktioniert, denn schließlich hat es mit den Horrorfilmen damals ja noch recht gut geklappt.
Auch die Darsteller wirken eher bemüht darin, dem Ganzen etwas witziges abzugewinnen. Shoshana Bush („Fired Up!“, „Lie to Me“) nervt das Publikum mit ihren Grimassen eher, als das sie es unterhält, und auch ein Kurzauftritt von Chris Elliot („Und täglich grüßt das Murmeltier“) kann den Film nicht retten. Lediglich die Wayans selbst scheinen mit genug Spaß an der Sache zu sein, allen voran Damon Wayans („Last Boy Scout – Das Ziel ist überleben“, „Bulletproof – Kugelsicher“) Sohn Damon Wayans Jr. („Blankman“) zeigt großen Einsatz, dass komödiantische Talent seines Vaters, scheint ihm aber doch etwas zu fehlen.
Selbst wenn „Dance Flick – Der allerletzte Tanzfilm“ noch nicht so schlecht ist, wie die unsäglichen Parodien von Jason Friedberg und Aaron Seltzer („Dance Movie“, „Fantastic Movie“), kann der Film trotzdem einfach nicht überzeugen. Weder Spoof-Fans noch Anhänger von Tanzfilmen dürften Gefallen finden an der neuesten Wayans-Klamotte, die einem schon Angst und Bange werden lässt, vor den nächsten Projekten der Großfamilie.
(Sebastian Wotschke)
FAZIT: „Dance Flick – Der allerletzte Tanzfilm“ setzt die Tradition der absolut niveaulosen und humorfreien Spoof-Movies der letzten Jahre fort, wenngleich die erste Hälfte zumindestens ein paar wenige Schmunzler zu bieten hat. Mehr Worte über den Film zu verlieren, wäre Verschwendung, deswegen bleibt im Hinblick auf zukünftige Genre-Parodien noch zu schrieben: Es kann nur besser werden ...